Hospitation bei der DZ BANK AG vom 03.12.2018 - 07.12.2018

Im Dezember 2018 hatte ich die Chance, als Hospitantin einen Einblick in die Zentralbank für die Genossenschaftsbanken, der DZ BANK AG, zu bekommen. Dies ermöglichte mir das GenoKolleg, welches den Hospitationsplatz im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens für die Oberstufenschüler vergab.

Anfang Dezember reiste ich dann nach Frankfurt in das Bankenviertel, wo die DZ BANK AG ihren Unternehmenssitz hat und die Hospitation stattfand. An meinem ersten Tag wurde ich freundlich empfangen, und mir wurden alle nötigen Unterlagen an die Hand gegeben. Ich bekam Zugangsdaten für das Intranet, einen Mailzugang und einen Dienstausweis, der mir Zugang zu allen relevanten Teilen der Gebäude verschaffte. Somit konnte ich mich frei bewegen und durch die eigenen Zugangsdaten auch selbstständig arbeiten.

Anschließend lernte ich die Abteilung Kapitalmärkte Privatkunden B2B/B2C Plattformen, unter der Leitung von Herrn Alexander Dickel kennen. Die Aufgabe der Gruppe besteht darin, sämtliche technischen Prozesse des Depot-B Geschäftes der Volksbanken Raiffeisenbanken abzubilden. Hier werden Anwendungen und digitale Infrastrukturen erstellt und betrieben. Sowohl für den Vertriebssteuerer und Banker in der Primärbank als auch für den Endkunden.

Die Woche gestaltete sich dann so, dass ich zum einen Input zu einzelnen Themen von verschiedenen Kollegen bekam und mir zum anderen auch eigene Aufgaben übertragen wurden.

Um einen Überblick über die Plattformen zu bekommen, welche in der Abteilung gepflegt werden, zeigte mir ein Kollege beispielsweise den VR-ProfiBroker, VR-ProfiTrader, das DZ BANK Derivateportal, sowie das mobile Brokerage. Eine andere Kollegin stellte mir eine überarbeitete Version von GIS vor, ein Programm, welches aktuelle Marktinformationen liefert, die individuell auf den Nutzer angepasst werden können. Dieses Programm wird zurzeit ausgiebig geprüft, bevor es veröffentlicht wird. Außerdem wurde mir ein Visualisierungsprogramm erläutert, mit dem ich dann einen Vorgang, der zuvor erarbeitet wurde, in Form eines Flussdiagramms selber visuell darstellen konnte.

Neben dem fachlichen Wissen, welches mir übermittelt wurde, lernte ich auch den Alltag in einem großen Unternehmen kennen. Wie schon erwähnt werden Vorgänge strukturiert erfasst und visualisiert, um die Abläufe besser zu verstehen und Fehlerquellen zu erkennen. Diese Arbeitsweise finde ich sehr spannend und bin ich in meinem normalen Bankalltag nicht gewohnt. Darüber hinaus stehen Meetings häufig auf der Tagesordnung, um sich auszutauschen, Probleme gemeinsam schneller lösen zu können oder neue Ideen zu sammeln. Das zeigt, dass auch hier der genossenschaftliche Gedanke verfolgt wird.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich in dieser kurzen Zeit wertvolle Erfahrungen gesammelt habe und mich mit interessanten Menschen austauschen konnte. Ich bedanke mich für diese Chance und bin froh, sie genutzt zu haben.

Darleen Eickmeyer